Ausgelassene Stimmung beim Starkbierfest des Trachtenvereins Almenrausch‑Lindach

Dass scharfzüngige Fastenreden nicht nur auf dem Münchner Nockherberg zu Hause sind, bewies der Trachtenverein Almenrausch‑Lindach eindrucksvoll bei seinem Starkbierfest. Bereits zum dritten Mal zeigte Fastenredner Stefan Niedermeier, dass die Burghauser Satire mit regionalem Tiefgang beherrschen. Am Samstagabend füllte sich das Lindenheim so schnell, dass zusätzliche Bierbänke aufgestellt werden mussten, um dem großen Andrang gerecht zu werden.

Am Ausschank floss der Kobler‑Bock stilecht in Weißbiergläsern, ergänzt durch den Paulaner Salvator, der in die Krüge kam.

Beim traditionellen Maßkrugstemmen zeigten starke Arme ihr Können. Hannes Kramer hielt den gefüllten Krug mit beeindruckenden zwei Minuten und neun Sekunden am längsten. Bei den Damen setzte sich Johanna Zieglgänsberger mit zwei Minuten und fünf Sekunden durch und wurde dafür mit lautstarkem Applaus gefeiert.

Für die musikalische Umrahmung sorgten die Musikanten um Andreas Plasser, die mit bayerischen Klängen die passende Feststimmung schufen. Immer wieder mischten sich auch der erste und zweite Vorsitzende, Christoph Rauchenschwandtner und Martin Kreuzer, mit kurzen schauspielerischen Einlagen unter die Gäste und trugen zur ausgelassenen Atmosphäre bei. Ein besonderer Höhepunkt war das Armdrücken, bei dem viele Teilnehmer nicht lange bitten ließen und unter großem Anfeuern ihre Kräfte zeigten.

Der Höhepunkt des Abends, die Fastenrede, begann mit leichter Verzögerung, da zunächst noch Feuerwehrkräfte von einem Einsatz zurückkehrten. Redner Stefan Niedermeier gestand augenzwinkernd seine Nervosität und richtete ein Grußwort an den erneut gewählten Bürgermeister Florian Schneider, dem er für die kommenden Jahre Weitblick und Tatkraft für Burghausen wünschte.

In seiner Rede nahm Stefan Niedermeier verschiedene gesellschaftliche und lokale Themen aufs Korn, sprach politische Strömungen ebenso an wie kirchliche Strukturen und sorgte damit für zustimmendes Lachen und vereinzelte Zwischenrufe aus dem Publikum. Auch Kulturthemen, Medienberichte und internationale Wirtschaftsentwicklungen fanden ihren Platz, bevor der Ton gegen Ende nachdenklicher wurde und auf aktuelle Firmenpleiten in Deutschland verwies.

Mit einem gemeinsamen Prosit der Gemütlichkeit endete die Fastenpredigt unter großem Applaus. Doch damit war der Abend noch lange nicht vorbei: Ein Beichtgespräch‑Sketch der Theatergruppe sorgte für weitere Heiterkeit, während sich immer wieder neue Gruppen zum Armdrücken und Maßkrugstemmen zusammenfanden.

So klang das Starkbierfest in bester Stimmung aus – und machte bei vielen Gästen bereits jetzt Lust auf eine vierte Auflage im kommenden Jahr

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